Hi, wie gesagt, werde ich manchmal auch Geschichten schicken, die ich selbst geschrieben habe. Das hier ist das erste Kapitel einer Geschichte, deren Namen ich noch nicht weiß:
1.
Bei den
meisten Geschichten fängt ja alles immer mit einem großen Ereignis an. Dass die
Hauptperson eine Stimme hört, oder dass sie einen Traum oder so hat. In diesem
Fall werdet ihr nicht enttäuscht. Es fängt mit mir an. Ich weiß, ich bin sehr
egoistisch. Diese Fähigkeit hab ich mir von meinem überaus egoistischen Bruder
angeeignet. Und ehe ich abschweife, wie sehr ich meinen Bruder verabscheue,
erzähle ich weiter. Wo war ich?
Ah, ja. Es
fing alles mit mir an. Was ja auch logisch ist, immerhin bin ich die
Hauptperson. Am besten, ich stelle mich euch erst einmal vor: Mein Name ist Liv
Saunders. Ich bin 12 und für mein Alter ziemlich groß. Jedenfalls größer als
meine Freunde. Mein Aussehen kann man mit 3 Bs beschreiben. Blöde Braune Augen.
Blöde Blonde Haare. Wenn man das „Blöd“ nicht doppelt zählt, sind es 3. Und
damit ist klar, dass ich mit meinem Aussehen nicht einverstanden bin. Aber
daran kann man nichts ändern. Allerdings waren es meine braunen Augen, die an
einem verregneten Tag vor zwei Jahren eine Art Gebilde entdeckten. Es wurde
durch Bäume und Sträucher verdeckt, doch wenn man näher hinsah, stach es
deutlich heraus. Ich persönlich habe viele Fehler. Einer davon ist, dass ich
sehr neugierig sein kann. Ich näherte mich dem Gebilde. Dazu musste ich
unendlich vielen Ästen ausweichen, die mir durch den Wind ins Gesicht schlagen
wollten, und über unendlich viele Wurzeln springen, die knorrig und erdig auf
den Waldweg lagen. Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen, aber das störte
mich nicht. Ein weiterer Fehler: Die Sachen, die dich stören könnten, einfach
ins Nirgendwo verdrängen. Dadurch entging mir auch, dass es bereits dämmerte
und weit und breit kein Mensch zu sehen war. Wie gesagt, es war ein Fehler.
Als ich
mich dem Gebilde immer mehr näherte, erkannte ich, dass es keinesfalls ein Gebilde war. Es besaß vier Wände, durch
Äste erbaut und geschützt. Ein Dach war nicht vorhanden. Ein Haus. Ein Haus,
irgendwo im Park. Und ich hatte es
gefunden. Es war ungefähr zwei Meter lang (ich sagte ungefähr! Könnte auch ein
wenig mehr sein) und ein Meter breit. Das Haus wurde auf einem Hügel gebaut.
Als ich mich darin umsah, sah ich hoch oben, in Ästen gefangen, einen
Topf. Auf der Erde war ein Steinkreis
gelegt, innen drin konnte ich Asche erkennen. Ein Lagerfeuer. Einen Schritt
weiter, und ich konnte eine Steintreppe entdecken, die den Hügel runter führte.
Es gab sogar ein Geländer, bestehend aus zwei Metallstäben. Das Haus führte um
eine Ecke, allerdings bestand der Gang um die Ecke aus einem Erdhaufen. Man
musste hochsteigen. Und auch da oben befand sich ein Geländer. Ich muss sagen,
damals war ich echt beeindruckt. Und wenn man als zehnjähriges Mädchen so ein
verlassenes Haus vorfindet, steigt ihr das natürlich zu Kopf. Tja, ich hatte
eindeutig zu viele Bücher gelesen, und dachte dieses Haus wäre nur für mich da,
und auch nur ich durfte es finden, und nur ich durfte es auch weiterbauen. Für
mich war dieses Haus etwas Besonderes. Jetzt weiß ich, dass es nicht das Haus
war, das Besonders ist, sondern eher der Mensch, der zwei Jahre später dort
auftauchte, ohne, dass ich es bemerkte.
Versteht
mich nicht falsch, natürlich kamen im
Laufe der Jahre mehrere Menschen zu diesem Ort, und ich lernte sie auch alle
kennen, aber dieser Mensch war etwas
Besonderes. Okay, vielleicht ist „besonders“ da das falsche Wort, anders passt besser dazu. Wie anders, werdet ihr im Laufe meiner Geschichte
erfahren. Wisst ihr, was die meisten Menschen dazu führt, Autor zu werden?
Ihre Leser zu quälen. Es bereitet ihnen einfach totales Vergnügen, am Anfang
des Buches einen Köder auszusetzen, damit die Menschen unbedingt weiterlesen
wollen. Diese müssen sich dann durch tausende Überlegungen und Tatsachen und
Entdeckungen quälen, dabei interessiert sie doch eigentlich nur dieser Köder.
Und die beste Art, seine Leser zu quälen, ist, die Hauptperson immer irgendwie
leiden zu lassen, damit die Leser schön auch mitleiden können. Allerdings bin
diesmal ich die Hauptperson, also lass ich das weg. Habe ich schon erwähnt,
dass ich ein ausgeprägtes Ego besitze?
Jaaa.... wenn der Anfang euch gefällt, könnt ihr es in den Kommentaren schreiben, wenn nicht, lasst es mich auch in den Kommentaren wissen, und je nach dem, wie die Geschichte ankommt, werde ich entweder weiterschicken, oder es lassen.